Gehen Sie auf Wandertour und entdecken Sie die „Wege der Erinnerung“

In jedem Gebiet gibt es Orte, die Schauplatz von Kämpfen in den beiden Weltkriegen waren. Diese Orte zeugen noch heute von dem Kriegsgeschehen und halten die Erinnerung an die Erlebnisse der beteiligten Soldaten wach. Damit jeder Besucher diese Erinnerungsorte auf seine eigene Weise erkunden kann, kommen zu den regionalen „Wegen der Erinnerung“ nun auch lokale Wanderrouten hinzu. Jede Tour wurde thematisch angelegt, wobei mehrere Etappen miteinander verbunden wurden. Die Rundwege können über einen kleinen, illustrierten Geschichtsführer mithilfe eines mobilen Datenterminals abgerufen oder direkt aufs Handy heruntergeladen werden. So werden dem Besucher eine Region und ihr geschichtliches Erbe auf originelle Weise vermittelt und die menschliche Tragweite der Konflikte deutlich gemacht.
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Zeitdauer : 2h - Länge : 24,8 km

Praktische Infos

Kontakt: TOURISMUSBÜRO MAUBEUGE
Tel.: +33 (0)3 27 62 11 93
Email: tourism.maubeuge@gmail.com
Website: www.maubeuge-tourisme.com 
Startpunkt: Fort de Leveau, Route de Mairieuxx 59750 Feignies

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Maubeuge, die belagerte Festung

Auf diesem Radrundweg können Besucher die bedeutendsten Schauplätze der Belagerung von Maubeuge entdecken. Die Belagerung fällt in die erste Phase der deutschen Invasion Nordfrankreichs und dauerte vom 27. August bis 8. September 1914. Zwar band sie zehntausende deutsche Soldaten und verhinderte so ihren Einsatz in der Marneschlacht, nichtsdestotrotz endete sie in einer großen Niederlage der Franzosen mit mehr als 40.000 Gefangenen – das ist ein Zehntel aller französischen Gefangenen im gesamten Ersten Weltkrieg. Gemeinsam mit der Belagerung von Antwerpen, die am 10. Oktober 1914 endete, verkörpert der Fall von Maubeuge das Ende einer Kriegsform – nämlich die Belagerungen von Städten –, welche die Militärgeschichte Europas jahrhundertelang geprägt hatte. Es folgte der Stellungskrieg an der Westfront, der fast 50 Monate lang andauerte. Von nun an beherrschte die schwere Artillerie das Schlachtfeld.

Der Besucher wird ebenfalls mit den Verbrechen der deutschen Armee im Zuge der Invasion von 1914 an der Zivilbevölkerung konfrontiert. Wenn auch in Frankreich nicht dasselbe Ausmaß wie bei den Massakern in Belgien erreicht wurde (mehrere hunderte Tote in Dinant, Tamines oder Andenne), zogen die Invasionstruppen, verfolgt vom imaginären Feindbild des französischen Freischärlers, eine blutige Spur durch Nordfrankreich.

Maubeuge, das bis zum 9. November 1918 von den Deutschen besetzt bleiben sollte, wurde 1940 erneut von deutschen Truppen erobert und während der Kämpfe weitgehend zerstört.

Einzelheiten zu dem Rundweg