Gehen Sie auf Wandertour und entdecken Sie die „Wege der Erinnerung“

In jedem Gebiet gibt es Orte, die Schauplatz von Kämpfen in den beiden Weltkriegen waren. Diese Orte zeugen noch heute von dem Kriegsgeschehen und halten die Erinnerung an die Erlebnisse der beteiligten Soldaten wach. Damit jeder Besucher diese Erinnerungsorte auf seine eigene Weise erkunden kann, kommen zu den regionalen „Wegen der Erinnerung“ nun auch lokale Wanderrouten hinzu. Jede Tour wurde thematisch angelegt, wobei mehrere Etappen miteinander verbunden wurden. Die Rundwege können über einen kleinen, illustrierten Geschichtsführer mithilfe eines mobilen Datenterminals abgerufen oder direkt aufs Handy heruntergeladen werden. So werden dem Besucher eine Region und ihr geschichtliches Erbe auf originelle Weise vermittelt und die menschliche Tragweite der Konflikte deutlich gemacht.
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Zeitdauer : 1 Stunde - Länge : 3 km

Praktische Infos

Kontakt : Fremdenverkehrsamt Cœur de Flandre - Tourismusbüro von Bailleul
Tel : +33 (0)3 28 43 81 00
E-mail : tourisme(at)montsdeflandre(dot)fr
Website :www.montsdeflandre-tourisme.com
Startpunkt : Grand'Place - 59 270 BAILLEUL

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Bailleul, die Wiedergeburt einer flämischen Stadt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Bailleul (Belle in Flämisch) berühmt für seine Spinnereien und Textilfabriken, handgefertigte Spitze sowie die Gewächshausproduktion von Obst und Blumen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die Stadt zum Rückzugsposten der alliierten Armeen, die am Frontbogen von Ypern kämpften. Im April 1918, während der Schlacht an der Leie, wurde die Stadt von deutschen Truppen eingenommen und innerhalb weniger Tage durch das Artilleriefeuer beider Lager vollständig zerstört.

Kurz nach Kriegsende beschloss der Gemeinderat um Natalis Dumez einen Wiederaufbau der Stadt, getreu ihrer Geschichte und ihrer räumlichen Anordnung, nach einem Plan des regionalistischen Architekten Louis-Marie Cordonnier. Inspirieren ließ sich das Architekten- und Bauleiterteam von zahlreichen Bauwerken der belgischen Stadt Brügge und folgte den Regeln des traditionellen flämischen Baustils: Die meisten der öffentlichen und privaten Gebäude wurden mit Backsteinen aufgezogen und teils mit Natursteinen aufgefüllt. Fassaden wurden mit Giebeln versehen und rund um vertikale Felder angeordnet. Auch sollte das städtebauliche Konzept neuen Bedürfnissen gerecht werden: Hauptstraßen wurden verbreitert, das Wasserversorgungssystem ausgebaut, kleine Grünanlagen angelegt, eine öffentliche Badeanstalt errichtet.

Obwohl finanzielle Einschränkungen die Architekten während dieser Zeit oft dazu zwangen, ihre ursprünglichen Pläne zu ändern, bleibt der Wiederaufbau von Bailleul jedoch ein Paradebeispiel für die Kreation einer idealen und modernen flämischen Stadt.

Einzelheiten zu dem Rundweg