Gehen Sie auf Wandertour und entdecken Sie die „Wege der Erinnerung“

In jedem Gebiet gibt es Orte, die Schauplatz von Kämpfen in den beiden Weltkriegen waren. Diese Orte zeugen noch heute von dem Kriegsgeschehen und halten die Erinnerung an die Erlebnisse der beteiligten Soldaten wach. Damit jeder Besucher diese Erinnerungsorte auf seine eigene Weise erkunden kann, kommen zu den regionalen „Wegen der Erinnerung“ nun auch lokale Wanderrouten hinzu. Jede Tour wurde thematisch angelegt, wobei mehrere Etappen miteinander verbunden wurden. Die Rundwege können über einen kleinen, illustrierten Geschichtsführer mithilfe eines mobilen Datenterminals abgerufen oder direkt aufs Handy heruntergeladen werden. So werden dem Besucher eine Region und ihr geschichtliches Erbe auf originelle Weise vermittelt und die menschliche Tragweite der Konflikte deutlich gemacht.
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Zeitdauer : 2h30 env. - Länge : 10,6km

Praktische Infos

Contact : Office du tourisme deu pays de Weppes
Tel. : +33(0)3 20 50 63 85
Email : paysdeweppes(at)gmail(dot)com
Website : paysdesweppes.free.fr
Startpunkt : Kirche von Fromelles - Rue de l'Église - 59789 FROMELLES

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Die Schlacht von Fromelles

Die Schlacht von Fromelles (19.-20. Juli 1916) stellt eine kurze und blutige Episode an der Westfront des Ersten Weltkriegs dar. Es handelte sich um einen britisch-australischen Angriff zur Entlastung der Schlacht an der Somme, die Briten und Franzosen am 1. Juli 1916 80 Kilometer weiter südlich ausgelöst hatten. Für Briten und Australier endete der erste Einsatz der australischen Armee an der Westfront jedoch innerhalb eines Tages in einer vollständigen Niederlage. Die Bilanz der Schlacht zeigt die Brutalität der industriellen Kriegsführung unter Einsatz von Artillerie und Maschinengewehren: 2.000 gefallene oder verschollene Australier, 3.500 Verletzte und Gefangene, 1.500 Verluste bei den Briten; auf deutscher Seite gab es 1.600 Gefallene und Verletzte.

Nach Kriegsende gelang es, Fromelles wieder aufzubauen und die umliegende Mondlandschaft urbar zu machen. Am Ende des 20. Jahrhunderts erinnerten nur noch die Soldatenfriedhöfe der Commonwealth War Graves Commission sowie einige deutsche Hochbunker an das Schlachtfeld. 2007 wurden fünf Massengräber entdeckt, die zwei Tage nach der Schlacht von den Deutschen ausgehoben worden waren. 250 überwiegend australische Gefallene konnten exhumiert und die meisten von ihnen mithilfe von DNA-Abgleichen identifiziert werden. Ihre sterblichen Überreste ruhen heute auf einem neu angelegten Friedhof im Zentrum des Dorfes. Zur Erinnerung an die Tragödie, die zu den schlimmsten Belastungsproben der damals noch jungen australischen Nation zählte, wurde ein franko-australisches Museum eröffnet.

Einzelheiten zu dem Rundweg