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Die Frontabschnitte in Flandern und im Artois

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Die „vergessene Front“ (von Armentières bis Givenchy-les-La Bassée)

How To Write 500 Word Essay - Find out all you need to know about custom writing Make a quick custom dissertation with our assistance and make your teachers Die Briten bezeichneten den von ihnen gehaltenen Frontabschnitt zwischen den beiden strategisch wichtigen Gebieten, dem Ypern-Bogen im Norden und Arras im Süden, als „vergessene Front“. Vor dem Angriff der Deutschen im Frühling 1918 fanden hier keine größeren Offensiven statt. Aber es gab einige punktuelle, ebenso verlustreiche wie sinnlose Angriffe der Briten in den Jahren 1915 (in Neuve-Chapelle im März, im Mai und Juni in Aubers und im Mai in Festubert) und 1916 (in Aubers und in Fromelles).

Die topografischen und geologischen Bedingungen dieser Front entsprachen denen in Flandern. Das flache Gelände, der Tongehalt der Erde sowie durch die Gräben bedingte Schwierigkeiten bei der Wasserabfuhr führten zu ausgesprochen schwierigen Lebensbedingungen für die Soldaten. Die Männer mussten in ständiger Feuchtigkeit, Schlamm und mit Problemen beim Bau ihrer unterirdischen Unterstände leben. In bestimmten Abschnitten wie bei Aubers behinderte die sumpfige Erde das Ausheben der Schützengräben. Die einzige Schutzmöglichkeit bestand hier in der Errichtung von Schutzlinien aus Sandsäcken und Holz.

Das britische Oberkommando hatte einen großen Teil der Überseetruppen an diese Front versetzt: Australier, Neuseeländer, Kanadier und Inder. Hier kämpfte auch das portugiesische Expeditionskorps, das bei der deutschen Frühlingsoffensive 1918 vernichtet wurde.

Die Bedingungen in den erst rudimentär fertig gestellten Gräben im Winter 1914/15 waren für beide Seiten sehr hart und schwierig. Sie erklären die Verbrüderungsszenen zwischen den Briten und Deutschen am Frontabschnitt von Armentières beim Weihnachtsfrieden von 1914.

Ab Frühling 1915 begannen die Kriegführenden, umfangreiche Stacheldraht- und Grabensysteme zu errichten. Jedes erhöhte Gebiet wurde zur Bastion, wie Aubers für die Deutschen. 1917 bauten beide Seiten immer mächtigere Betonunterstände. Die Deutschen wollten vor allem die Stadt Lille halten, die etwa 15 Kilometer von der Front entfernt lag. Der Einsatz von Zwangsarbeitern sollte den Festigungsbau beschleunigen. Mit Hilfe von Pumpen legten sie die Gräben trocken. Ab 1915 wurde die Front zudem Schauplatz eines intensiven Minenkrieges – begünstigt durch den oft nur 200 bis 300 Meter breiten Streifen des Niemandslands.

Der Angriff der Engländer auf Neuve-Chapelle vom 10. bis 12. März 1915 war seit Kriegsbeginn die erste von den Briten autonom durchgeführte Offensive. Nach einem anfänglichen Erfolg durch das britische Artilleriefeuer scheiterte diese Aktion.

Der Angriff der Briten auf den Höhenrücken von Aubers dauerte vom 9. Mai bis zum 19. Juni 1915.  Bereits am ersten Tag dieser Offensive erlitten die Engländer sehr große Verluste. Dennoch starteten sie am 15. Mai einen zweiten Angriff, dieses Mal auf Festubert. Nach einem erheblichen Vormarsch kam auch diese Offensive schnell ins Stocken und wurde nach zwölf Tagen aufgrund der Verluste abgebrochen.

Auch die Hauptoffensive der französischen Armee auf den Frontabschnitt Loretto-Vimy zwischen Arras und Lens verlief erfolglos. Nach einem deutlichen Vordringen am ersten Tag, das durch ein heftiges Artillerie-Sperrfeuer ermöglicht worden war, wurden die Franzosen aufgehalten. Die anschließenden Kämpfe, die länger als einen Monat anhielten, waren nicht nur blutig und kosteten vielen Menschen das Leben, sie waren auch vollkommen fruchtlos.
Zumindest eine Lehre konnten sowohl Briten als auch Franzosen aus den blutigen Niederlagen ziehen: Die Vorbereitung der Artillerie bestimmt den späteren Erfolg eines Angriffs. Zudem beschlossen die Armeen, ihre Offensiven künftig an größeren Frontabschnitten zu unternehmen.

Während die große britische Offensive an der Somme bereits drei Wochen in vollem Gange war, starteten die Alliierten am 19. und 20. Juli 1916 einen Angriff auf Fromelles. Ziel waren die besonders gut befestigten deutschen Linien. Das einleitende Trommelfeuer konnte den Bunkern und Maschinengewehrstellungen der Deutschen jedoch nichts anhaben und die australischen und britischen Truppen wurden beim Eindringen in das Niemandsland im Kugelregen hinweggerafft. So endete auch dieser Angriff in einer blutigen Niederlage.

Die Schlachtfelder in der Ebene von Gohelle

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Im Dezember 1914 sowie im März und April 1915 veranlasste General Ferdinand Foch, französischer Kommandant der Heeresgruppe Nord, mehrere vorbereitende Angriffe auf einen Frontabschnitt am Rand des Höhenzugs von Loretto. Auf ihrer Seite führten die Deutschen während des gesamten Winters 1914/15 umfangreiche Arbeiten zur Einrichtung von weit reichenden Grabennetzen und unterirdischen Unterständen aus. Künftig sollten die Alliierten mit einer durchgehenden Verteidigungslinie konfrontiert sein.

Die Hauptoffensive von Foch, die als zweite Schlacht im Artois bekannt wurde, tobte vom 9. Mai bis zum 19. Juni 1915. Die Kämpfe fanden in den niedriger liegenden Gebieten statt, die die Deutschen zuvor überschwemmt hatten. Dadurch war der Boden sehr locker, was das Vordringen der Angreifer verlangsamte.  Das Ergebnis war entsprechend: Der Geländegewinn betrug nur drei Kilometer, die Verluste waren beträchtlich. Aber die Einnahme hatte immerhin symbolische Bedeutung.

Trotz der blutigen Niederlagen von Aubers und Festubert forderten die Franzosen einen neuen Angriff der Briten im Süden von Ypern. So kam es im September und Oktober 1915 zur Schlacht von Loos. Eine dritte Schlacht im Artois wurde in Verbindung mit der großen französischen Offensive in der Champagne vorbereitet: Die Franzosen sollten Vimy angreifen, die Briten rückten nach Gohelle in die Umgebung des Dorfes Loos vor. Die französischen Manöver in der Champagne und im Artois scheiterten mit schweren Verlusten. Die Deutschen konnten jedoch von der Loretto-Höhe vertrieben werden und die Franzosen ihre Stellungen am Kamm von Vimy aufbauen.
Die unzureichende Versorgung mit Granaten führte zu einer nur dürftigen Artillerievorbereitung der Briten in Gohelle. General Haig, Kopf der britischen Streitkräfte, glaubte, dass der Einsatz von Kampfgas die Schwäche der klassischen Artillerie kompensieren würde. Erstmals hatten die Deutschen am 22. April 1915 in Ypern Kampfgas eingesetzt. Haig ließ 5.500 Zylinder mit Chlorid nach Loos transportieren. Nach fünf Tagen herkömmlicher Bombenangriffe erfolgte am 25. September 1915 morgens um 5:50 Uhr der erste Gasangriff der Alliierten. Doch der unberechenbare Wind trug die giftige Wolke an verschiedene Stellen der englischen Linien zurück. Die damaligen Gasmasken waren noch sehr einfach und boten nur einen begrenzten Schutz. Die Infanterie setzte 40 Minuten später zur Attacke an. Ein anfänglicher Durchbruch zur ersten Linie der Deutschen konnte wegen mangelnder Koordination der Truppenteile nicht genutzt werden. Die Deutschen holten am Folgetag zum Gegenschlag aus.

Der Angriff der Briten scheiterte genau wie die französische Offensive weiter südlich in Vimy. Die Verluste waren enorm: Sowohl die Briten als auch die Franzosen verloren etwa 48.000 Mann. Die Deutschen setzten mit präparierten Rückzugslinien auf die Taktik der Verteidigung in der Tiefe, die danach an der gesamten Westfront verfolgt wurde.

Ab Sommer 1915 übernahmen die Briten die Stellungen der Franzosen zwischen der Somme und La Bassée. In Gohelle und um Arras blieb bis zur britischen Frühjahrsoffensive 1917 alles ruhig. Dafür kam es auf einem engen Stück Niemandsland, dem Abschnitt Cuinchy-Cambrin, zu einem heftigen Minenkrieg. Der Zugang zu dieser Region mit sehr kreidehaltigen Böden erfolgte zum Schutz vor Granateinschlägen hauptsächlich über Tunnel. Diese waren oft sehr lang, mit elektrischem Licht und manchmal  sogar mit Wasserversorgung ausgestattet.

Zwei Briten haben die Front von Gohelle literarisch verarbeitet: Robert Graves schrieb über den Frontabschnitt Cuinchy im Sommer 1915 das Stück Goodbye To All That, Edmund Blunden verewigte in Undertone of War die Frontabschnitte Cuinchy und Givenchy.

Die Deutschen verwandelten eine kleine Anhöhe in Auchy-les-Mines zu einer gefährlichen Festung, die von den Franzosen „Redoute Hohenzollern“ genant wurde. Hier war das Niemandsland nur wenige Meter breit, was den intensiven Einsatz von Minen und Granatwerfern erklärt. Am 13. Oktober 1915 scheiterten die Briten mit ihrem Versuch, die Festung mit Gaseinsatz einzunehmen – und verloren dabei 3.500 Mann.

Die Kohleminen im alliierten Sektor blieben trotz der Nähe zur Front weiterhin in Betrieb. In den besetzten Gebieten sah das anders aus: Hier entfernten die Deutschen alles Metall sowie die Maschinen und schickten sie nach Deutschland.

Ab April 1917 gehörte auch Lens zur Kampfzone. Die Deutschen sprengten mehrere Viertel, um Raum für Schießplätze zu schaffen. Die Stadt wurde nach und nach durch die Trommelfeuer der britischen Artillerie zerstört. Im Hinterland hatten die Deutschen eine mächtige Verteidigungsstellung, die Siegfriedstellung (von den Alliierten Hindenburg-Linie genannt), aufgebaut, die mit betonierten Stellungen für die Artillerie gespickt war.

Der Abschnitt Vimy-Arras

Arguments For Abortion Essay dissertation - 100% non-plagiarism guarantee of exclusive essays & papers. Proofreading and proofediting aid from best specialists. put out a Im März 1916 lösten die Briten die zehnte französische Armee an den Abschnitten Vimy und Arras ab. Die Deutschen waren im September 1914 bis Vimy vorgestoßen, bevor sie sich auf die Höhen in der Umgebung zurückzogen und sich dort verschanzten. So war die Stadt zu einem kleinen Frontvorsprung geworden und der deutschen Artillerie ausgeliefert, die dort verheerende Schäden anrichtete. Die Franzosen scheiterten mit ihren drei Versuchen zwischen 1914 und 1915 (der drei „Schlachten im Artois“), die deutsche Front bei Vimy zu durchstoßen. Danach blieb der Abschnitt erstmal ruhig.

Im Frühling 1917 erfolgten im Rahmen der groß angelegten Nivelle-Offensive dann die Angriffe der Briten. Der Franzose Robert Nivelle hatte im Dezember 1916 General Joffre als Oberbefehlshaber des französischen Heers abgelöst. Seinen Plänen zufolge sollte die Hauptoffensive der Franzosen an der Aisne auf Höhe des Chemin des Dames erfolgen, die Briten ihrerseits an einem knapp 40 Kilometer langen Frontabschnitt  zwischen Vimy und Beaurains angreifen.

Die deutsche Armee, geschwächt durch die großen Schlachten von 1916 (in Verdun und an der Somme), entschloss sich mit der „Operation Alberich“ im März 1917 zu einem strategischen Rückzug auf die Siegfriedstellung. Innerhalb weniger Tage zogen die Deutschen ihre Frontlinie um 32 Kilometer zurück. Zuvor zerstörten sie im gesamten Gebiet Straßen und Brücken, vergifteten die Wasserstellen und legten Tausende von Minenfallen.

Seit Herbst 1916 hielten die Kanadier den Frontabschnitt von Vimy, zu dem man hauptsächlich über Tunnel gelangte. Auch in Arras gab es ein umfangreiches Stollensystem, in dem bei einem Angriff 13.000 Soldaten untergebracht werden konnten. Neuseeländische Spezialisten hatten hier Verbindungstunnel zwischen unterirdischen Gruben gezogen, die noch aus dem Mittelalter stammten.

Die Briten leiteten ihre Offensive im April 1917 mit einem fünftägigen Bombardement aus 2.800 Geschützen ein. Eine halbe Stunde vor der eigentlichen Stürmung am 9. April griffen sie die deutschen Batterien mit Gasgranaten an. Die Infanterie verließ um 5 Uhr 30 die unterirdischen Steinbrüche von Arras. Der erste Tag brachte bemerkenswerte Erfolge für die Alliierten: Während die Kanadier den Höhenrücken von Vimy eroberten, erreichten die Briten weiter südlich Monchy-le-Preux, das sie am 10. April unter Einsatz der Kavallerie einnehmen konnten. Aufgrund des Trommelfeuers der deutschen Artillerie kam es hier aber zu hohen Verlusten. Die weiteren Manöver verliefen nicht wie geplant. Die Franzosen scheiterten auf dem Chemin des Dames, die Briten wurden vor Roeux gestoppt. Das veranlasste die britischen Generäle, nach einem letzten Angriff auf Bullecourt die Offensive um Arras am 17. Mai 1917 zu beenden.

Aus strategischer Sicht hatten sie hier deutliche Niederlagen eingefahren: In der knapp zwei Monate dauernden Offensive hatten die Briten pro Tag etwa 4.000 Mann verloren. Von nun an konzentrierten sie ihre Bemühungen auf den Frontabschnitt um Ypern.

Gommecourt und die Schlacht an der Somme

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