Doignies – Louverval Military Cemetery und Cambrai Memorial
Neben dem Militärfriedhof von Louverval in Doignies steht das «Cambrai Memorial». Dieses Denkmal erinnert an die mehr als 7.000 aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika stammenden Kämpfer, die seit der Schlacht von Cambrai im November und Dezember 1917 als vermisst gelten.
Ende 1917 gelang der Armee des britischen Empires nicht der erhoffte Sieg in der dritten Ypern-Schlacht. Man beschloss, einen zweiten größeren Angriff bei Cambrai zu wagen - einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt und einer bedeutenden deutschen Garnisonsbasis. Dabei sollten der neue Panzer «Mark IV» zum Einsatz kommen – kombiniert mit einer beweglichen Artillerie-Barrikade, mit der man die deutsche Verteidigungsline durchbrechen und der Infanterie den Weg durch die so genannte „Siegfriedstellung“ freimachen wollte. Gleichzeitig sorgte hinter den deutschen Linien die Luftwaffe dafür, dass den nachrückenden Truppen Einhalt geboten wurde.
Der Panzer als neue Einsatzwaffe.
Am Morgen des 20. November begannen 476 Panzer und sechs Infanteriedivisionen mit dem Angriff. Die Deutschen zeigten sich überrascht und zogen ihre Truppen zurück. Innerhalb eines Tages kamen die Briten neun Kilometer voran. Sie durchbrachen zum ersten Mal die als uneinnehmbar geltende „Siegfriedstellung“ der Deutschen und machten 8.000 Gefangene. Es schien, als wäre die erste Operation, bei der man «alle Waffen miteinander vereinte», erfolgreich verlaufen.
Doch in den folgenden Tagen gelang es den Alliierten nicht, ihren erreichten Durchbruch für sich auszunutzen. Auf den schlechten Straßen ging der Truppennachschub zu langsam vonstatten. Die Deutschen nutzten die Zeit, um sich wieder zu organisieren. Am 30. November antworteten sie mit einem Gegenangriff, bei dem sie unter anderem Giftgas einsetzten. Innerhalb von zwei Stunden drang die deutsche Armee fünf Kilometer vor und schaffte den Schritt durch die gegnerischen Linien. Am 4. Dezember endeten die Kämpfe. Die Briten erlitten eine herbe Niederlage und verloren das gesamte von ihnen eroberte Gebiet. Besonders schmerzhaft waren die menschlichen Verluste auf beiden Seiten: Bei der Schlacht von Cambrai starben insgesamt 44.000 britische und 45.000 deutsche Soldaten.
Korrespondierende Erinnerungsorte
- Cambrai East Military Cemetery und Cambrai deutscher Soldatenfriedhof « Route de Solesmes »
- Das Stadtzentrum von Cambrai
- Flesquières Panorama
- Flesquières - Orival Wood Cemetery
Historischen Hintergründe
Praktische Infos
Karte:
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Infos
Adresse: RD 930 - 62147 DOIGNIES
Kontakt: OFFICE DE TOURISME DU CAMBRÉSIS
Tel: +33 (0)3 27 78 36 15
Internet: www.tourisme-cambresis.fr

























































































































































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