Die Stadt Méteren
Zur Zeit des Waffenstillstandes war Méteren nur noch ein Haufen Ruinen, der gerade noch den Grundriss der Straßen erkennen ließ. Das Dorf am Fuße des Mont des Cats war lange Zeit von den Briten besetzt und fiel am 9. April 1918 im Zuge heftiger Kämpfe in der Leieschlacht in deutsche Hände. Am 19. Juli wurde das Dorf befreit.
Vom Herbst 1919 an beherbergten provisorische Baracken die Schulen, die Kirche und das Rathaus. Die Einwohner wurden in „Halbmond“ genannten Wellblechhütten untergebracht.
Der Wiederaufbauplan stammte von dem Architekten Louis-Marie Cordonnier, der die gesamten Rekonstruktionsarbeiten im Leietal beaufsichtigte. Er folgte genau dem alten Grundbuch und ordnete die öffentlichen Gebäude rund um einen Platz an, der wegen der Verlegung des Friedhofs erweitert worden war.
Der Wiederaufbau eines Dorfes im neo-flämischen Stil.
Die öffentlichen Schulen wurden als erste am 11. November 1923 wieder eingeweiht. Wie auch die anderen öffentlichen Gebäude sind sie Werke des Architekten Louis Quételart – in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen André Pavlovsky. Quételart hatte auch die Villen von Touquet-Paris-Plage im neo-flämischen Stil erbaut. Viele Kritiker betonten die Ähnlichkeit zwischen der Architektur des Badeortes und den im Vergleich „etwas ruhigeren“ Gebäuden rund um den Platz von Méteren.
Im Juni 1925 wurde – immer noch unter der Führung von Quételart und Pavlovsky – das neue Rathaus eröffnet, welches aus wirtschaftlichen Gründen mit dem Postamt verbunden war. Die beiden Architekten zeichneten auch die Pläne der neuen Backstein-Kirche, die die alte steinerne Hallekerke ersetzte. Der neue Kirchturm ist mit 51 Metern höher als der alte. Mit seinen vier Erkern gleicht er einem Belfried – Zeichen des Wohlstands und der Wehrhaftigkeit der flämischen Städte. Die erste Messe wurde dort am 19. Juni 1927 gefeiert.
Das Kriegerdenkmal stellt eine junge Frau in flämischer Tracht dar, die am Grab eines Frontsoldaten kniet, und stammt vom Bildhauer Camille Debert, Urheber zahlreicher Gedenkstätten, wie der von Bergues, Vieux-Berquin und Bailleul, dem Ort, wo er 1866 zur Welt kam.
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Historischen Hintergründe
Praktische Infos
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Infos
Adresse: la place - 59270 METEREN
Kontakt: OFFICE DE TOURISME DES MONTS DE FLANDRE
Tel: +33 (0)3 28 43 81 00
Internet: www.montsdeflandre.fr

























































































































































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